Florian Weber wird am zweiten Abend seiner Residenz mit seiner langjährigen Duopartnerin Anna-Lena Schnabel zusammenspielen. 2025 erschien das neue ECM Album „Imaginary Cycle“ auf dem beide zu hören sind. Zunächst interpretieren sie mit dem Schlagzeuger Michael Kiedaisch „Perkussiana II“ für Flöte, Klavier und Schlagzeug von Reinhard David Flender. In dem dreisätzigen Werk, das die Klangsprache des Modern Jazz mit klassischen Formprinzipien verbindet, werden die drei Musiker eigene Kadenzen frei improvisieren wie zu Mozarts Zeiten.
Es folgt die Uraufführung eines neuen Werkes von Florian Weber, das speziell für diesen Abend komponiert wird. Es verbindet freie Improvisation mit innovativen Formkonzepten und verspricht eine klanglich reiche, improvisatorisch offene und kompositorisch bewusste Erfahrung zwischen Jazz, Neuer Musik und improvisierter Kammermusik.
Anna-Lena Schnabel (geb. 1989 in Bad Oldesloe) ist eine der prägnantesten und vielseitigsten Saxophonistinnen der jungen deutschen Jazzszene. Sie bewegt sich souverän zwischen Modern Jazz, freier Improvisation und zeitgenössischer Musik, und ist sowohl als Instrumentalistin, Komponistin als auch als Klangforscherin aktiv. 2017 wurde sie mit dem ECHO Jazz ausgezeichnet. 2020 erschien ihr Album „Burnout Diary“ mit Florian Weber, Thomas Morgan und Dan Weiss.
Michael Kiedaisch geb. 1962 arbeitet als Musiker und Komponist seit vielen Jahren im Spannungsfeld von Jazz, Weltmusik und Neuer Musik. Er war an Uraufführungen von einer Reihe renommierter zeitgenössischer Komponisten wie Marc Svoboda oder Elmar Lampson beteiligt. 2005 gründete er das Stuttgarter Improvisationskollektiv open music, das in eigenen Konzertreihen den Dialog zwischen formstrukturierten Kompositionen und spontaner Improvisation bewusst herzustellen versucht. Als virtuoser Vibraphonist spielt er seit 30 Jahren u.a. mit dem Geiger Felix Borel zusammen. Zuletzt erschien bei Huth Records das Album Ragavita Recital.
Tickets unter JazzHall | Tickets