"Frei ist die Tonkunst geboren
und frei zu werden ihre Bestimmung"
Ferruccio Busoni
Sebastian Sarre ist ein deutsch-amerikanischer Trompeter, der genreübergreifend vom Jazz bis zur Klassik arbeitet, um musikalische Freiheit auszudrücken.
Geboren wurde Sebastian in Austin, Texas (USA), zog aber mit seiner Familie sehr jung nach Deutschland. Die Musik war schon sein ganzes Leben lang in seinem Umfeld präsent, da sein Vater selbst Komponist und Gitarrist ist. Sebastian probierte während seiner Kindheit mehrere Instrumente aus, vom Klavier über die Gitarre bis zur Posaune, bis er in der 5. Klasse bei der Trompete landete. Schon damals begann er, in der Schulbigband sowie im Jugendorchester mitzuwirken. Er erhielt Unterricht von einem hervorragenden Hamburger Trompetenlehrer, René Wille.
Mit 13 Jahren zog Sebastian mit seiner Familie zurück nach Texas, genauer gesagt nach Houston. Dort erweiterten und verfeinerten sich seine musikalischen Erfahrungen, sein Geschmack und seine Fähigkeiten. Die Arbeit im Bereich Klassik und Jazz beschleunigte sich in seiner Jugend. Dazu kam eine neue Liebe für Marching Band, weshalb er als Performer bei den Crossmen und bei den Blue Devils aktiv wurde. Sein damaliger Trompetenlehrer war Wes Miller, der Sebastian dann auch zu seinem Bachelor-Studium an der Indiana University Jacobs School of Music in Bloomington führte.
Fünf Jahre studierte Sebastian an der IU, sowohl Trompete im klassischen und Jazz-Bereich als auch Music Education (Ensemble-Musiklehre an Schulen). Seine Professoren dort waren der renommierte Pädagoge John Rommel und der New Yorker Jazztrompeter John Raymond.
Nun studiert der Stipendiat im Dr. Langner Jazz Master in Hamburg bei Prof. Claus Stötter, Johannes Bartmann und Prof. Matthias Höfs. Unterricht erhielt er auch von Percy Pursglove, Gabriel Coburger und Vlatko Kucan. Durch diese vielfältige musikalische Ausbildung strebt Sebastian ein Leben an, das aus musikalischer Freiheit besteht. Die Kategorien, in denen sich musikalische Richtungen bewegen, sind ihm zu limitierend, und er ist am glücklichsten, wenn er sich konstant zwischen den Welten bewegt und seinen persönlichen Ausdruck überall scheinen lassen kann. Deshalb spielt Sebastian in verschiedenen Jazzgruppen, freier Improvisation, Kammermusik, seiner eigenen Musik und als Akademist bei den Hamburger Symphonikern.